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Leistungen | Zahnarztpraxis Haidhausen

Unsere Schwerpunkte

Von Prophylaxe bis Zahnersatz: Wir decken die gesamte Bandbreite der modernen Zahnmedizin ab, um Ihre Zähne Ihr gesamtes Leben lang gesund und schön zu halten. Erhalten Sie hier einen Überblick über die Formen der Behandlung oder lesen Sie sich bei Interesse genauer in ein Thema ein.

Prophylaxe

 

Zähne gesund halten

Von welch enormer Bedeutung Leistungen wie der regelmäßige Kontrolltermin zur Früherkennung von Zahnkrankheiten sind, brauchen wir Ihnen sicherlich nicht zu sagen. Solche Praxisbesuche bei uns sind neben Ihrer regelmäßigen Zahnhygiene zu Hause unverzichtbar, um Ihre Zähne zu schützen, bei Bedarf schon möglichst früh einzugreifen und so für möglichst lebenslangen Zahnerhalt zu sorgen. Damit in diesem Schwerpunkt alles dem konkreten Bedarf des einzelnen entspricht, bieten wir Programme zur Individualprophylaxe. Im Fokus stehen hier keine Standardleistungen, sondern immer die vollständige Konzentration auf Ihren Zahnstatus, eventuelle familiäre Vorbelastungen, persönliche Zahnrisiken und die individuelle Keimbestimmung als effektiver Schutz gegen Karies und Parodontitis. Im Folgenden erhalten Sie genauere Informationen rund um die professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis Haidhausen:

Professionelle Zahnreinigung

Warum brauche ich eine Professionelle Zahnreinigung (PZR)?

Eine PZR senkt das Risiko für Parodontitis und Karies, verhindert das permanente Festsetzen von Verfärbungen. Vorhandener Zahnersatz wird langfristig gepflegt und seine Langlebigkeit sichergestellt. Durch die Reduzierung der Keime im Mund wird auch die generelle Allgemeingesundheit positiv beeinflusst.

Viele unserer Patienten betreiben zuhause eine sehr gute Mundhygiene, dazu gehören das zweimal tägliches Zähneputzen, tägliche Anwendung von Zahnseide oder Interdentalbürstchen und eventuell zusätzliche Anwendung von Mundspüllösungen. Sie auch?

Bei guter individueller Mundhygiene kann meist eine generalisierte Zahnfleischentzündung und aggressive Karies verhindert werden. Aber selbst bei optimaler häuslicher Pflege können meist nicht alle Zahnoberflächen erreicht werden. Je nach Veranlagung, Ernährungsgewohnheiten, Zahnstellung und natürlich auch der Mundhygiene können bis zu einem Drittel der Oberflächen „ungeputzt“ bleiben. An solchen Flächen, die man mit der Zahnbürste schwer oder nicht erreicht, bilden sich auch Zahnbeläge und Zahnstein. Es nisten sich auch schädliche Bakterien ein, welche sich dann ungestört ein kleines Biotop samt Abwehrmechanismen aufbauen können. Dies kann zu Karies oder auch zu chronischen Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) führen – meistens in den Zahnzwischenräumen. Das Problem ist, dass diese Vorgänge meistens symptomlos und schmerzfrei ablaufen: eine Karies macht sich meist erst bemerkbar, wenn der Zahnnerv gereizt wurde. Eine chronische Zahnfleischentzündung kann sogar auf den Knochen übergehen (Parodontitis) und erst bemerkt werden, wenn schon Zähne wackeln oder es bereits zu Zahnverlust kam.

Viele Studien konnten nachweisen, dass eine regelmäßige professionelle Entfernung der Zahnbeläge deutlich zur Senkung des Parodontitis- und Kariesrisikos beiträgt.

Positive Nebeneffekte: Ihre Zähne erstrahlen in Ihrem hellsten Weiß, Verfärbungen werden entfernt und möglicher Mundgeruch vermieden. Lästiges Zahnfleischbluten gehört der Vergangenheit an.

Wie läuft eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) ab?

Die spezialisierten Prophylaxekräfte der Zahnarztpraxis Haidhausen heißen Sie mit einem Lächeln willkommen und vergewissern sich, dass es Ihnen gut geht – auf individuelle Wünsche und Bedürfnisse gehen wir vor der Reinigung ein. So wird natürlich bei älteren, empfindlichen oder schwangeren Patient/innen besonders vorsichtig vorgegangen.

Die PZR bedeutet eine Reinigung aller Zahnoberflächen – auch der daheim kaum zugänglichen Bereiche. Nachdem hartnäckige Verfärbungen und Beläge entfernt wurden, werden die Zahnoberflächen vorsichtig aber gründlich aufpoliert. Dabei können auch oberflächliche Verfärbungen durch Lebensmittel entfernt werden, was die Zähne in der Regel nach einer Reinigung meist wieder heller und attraktiver erscheinen. Nach der PZR werden die Zähne noch mit einem Fluoridlack geschützt – dieser lagert sich in den Zahnschmelz ein und stärkt diesen besonders gegen neue schädliche Einflüsse.

Bei einer PZR werden diverse Plaque- und Blutungsindices erhoben und natürlich Schwachstellen aufgezeigt. Unser Prophylaxeteam berät Sie ausführlich, zeigt Ihnen individuelle Tipps und Tricks. Je besser Sie diese befolgen, desto seltener brauchen Sie unsere Hilfe.

Wenn während einer PZR auffällt, dass chronische Entzündungen oder auch Karies voranschreiten werden Sie sofort an einen unserer Zahnärzte verwiesen, welcher entsprechende Therapieschritte einleitet.

Steckbrief einer PZR in der Zahnarztpraxis Haidhausen

  • Dauer ca. 45-55 Minuten – Terminvergabe immer zur vollen Stunde
  • Durchführung durch eine fortgebildete Fachkraft
  • individuelle Mundhygieneberatung (Anfärben von Plaque, Aufzeigen von Schwachstellen)
  • Reinigung sämtlicher Zähne, Zahnoberflächen und -zwischenräume (Individuell auf Sie abgestimmt per Handinstrumentierung, Ultraschallreinigung, AirFlow)
  • Reinigen aller vorhandenen Zahnrestaurationen
  • Politur sämtlicher Zähne und eventueller Füllungen
  • Mundhygienetraining zur Optimierung der häuslichen Hygiene
  • Fluoridlack als Schutz für die Zähne

Wie lange dauert eine Professionelle Zahnreinigung?

Jeder Patient ist anders, daher dauert eine Reinigung nicht bei jedem gleich lang. Grundsätzlich dauert eine PZR etwa 45-55 Minuten – Sie ist abhängig von der Anzahl der Zähne, der Mundhygiene und Compliance des Patienten, Lebensgewohnheiten und Plaquemenge und -beschaffenheit. Die Behandlung beinhaltet grundsätzlich die mechanische Reinigung, aber auch die Mundhygieneinstruktion und das Einüben spezieller Putztechniken.

Individuelle Abweichungen von dieser Norm (z.B. bei nur noch geringer Restbezahnung) können mit Ihnen besprochen und vereinbart werden.

Gibt es eine Zahnreinigung für Kinder und Jugendliche?

Kinder zwischen 6 und 18 Jahren werden in der Regel etwa 25 Minuten für ihre Individualprophylaxe auf unserem Behandlungsstuhl verbringen. Natürlich steht neben der Entfernung von Belägen vor allem auch die Motivation und besonders auch die Mundhygieneschulung im Vordergrund. Wir geben gerne Tipps und Tricks weiter, zeigen besonders schwer zu erreichende Stellen auf und vermitteln den Spaß am Zähneputzen. Auch der Zusammenhang von gesunden Zähnen und gesunder Ernährung wird immer wieder hervorgehoben.
Diese Individualprophylaxe ist extrem wichtig, um Karies vorzubeugen. Auch im Jugendalter spielt eine gute Mundhygiene eine besonders große Rolle, da stets neue Ernährungseinflüsse und auch Einschränkungen zum Beispiel durch Zahnwechsel und Kieferorthopädie das Sauberhalten der Zähne erschweren.

Die Individualprophylaxe sollte alle sechs Monate durchgeführt werden und ist bis zum 18. Lebensjahr auch Teil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen.

Wie oft sollte eine Professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden?

Wir legen Ihr Reinigungsintervall individuell für Sie fest. Ein parodontal gesundes, kariesfreies Gebiss sollte grundsätzlich 1-2 jährlich gereinigt werden. Bei Vorliegen einer Parodontitis oder anderweitiger Einschränkung der häuslichen Mundhygiene kann ein Recall alle 3 Monate auch sinnvoll sein, etwa im Rahmen der unterstützenden Parodontaltherapie (gerade im ersten Jahr nach PA-Therapie!)

Worauf muss ich nach einer PZR aufpassen?

Da die Zähne nach einer PZR anfälliger für Anlagerung neuer Farbpigmente und für Hypersensibilitäten sind, empfehlen wir am Tag der PZR den Genuss von stark färbenden Lebensmitteln wie Kaffee, Tee, Säften oder Wein zu minimieren. Auch Rauchen sollten Sie idealerweise nach einer PZR vermeiden. Essen, Trinken und Spülen sollten Sie nach einer Reinigung für eine Stunde vermeiden, um den Schutzlack in Ruhe einwirken zu lassen. Unsere Prophylaxekräfte klären Sie aber individuell zu Ihrem Risiko auf.

Zu guter Letzt – tut eine Zahnreinigung weh?

Eine PZR wird nicht vom Zahnarzt durchgeführt, es handelt sich wirklich lediglich um eine „Reinigung“ der Zahnoberfläche – und ist daher nicht schmerzhaft.

Da aber Einflüsse wie Wasserkühlung und Vibration wirken, kann eine Zahnreinigung durchaus Kältereize, Kratzgefühle am Zahn oder Kribbeln des Zahnfleisches auslösen.

Sollten Ihre Zähne besonders kälteempfindlich sein, lassen Sie es uns bitte vor Behandlungsbeginn wissen. Auch bei parodontal geschädigten Zähnen nehmen wir besondere Rücksicht auf Sie. Auf Wunsch kann eine Zahnreinigung natürlich auch mit lokaler Betäubung durchgeführt werden.

Parodontologie

Parodontitisbehandlung: Zahnbestand sichern

Im zahnärztlichen Teilgebiet der Parodontologie konzentrieren wir uns auf Leistungen der Prophylaxe, Gesunderhaltung, Sanierung und Nachsorge für den Zahnhalteapparat. Zum Zahnhalteapparat gehören neben dem Zahnfleisch auch das Zahnbett und der Kieferknochen. Hier können, ausgelöst durch schädliche Keime im weichen und harten Zahnbelag, entzündliche Prozesse entstehen, die sich durch Symptome wie gerötetes, schmerzendes und blutendes Zahnfleisch äußern. Abhängig vom Schweregrad und der Ausdehnung werden diese Zahnkrankheiten als Gingivitis und Parodontitis bezeichnet. Weitere Einflussfaktoren dieser multifaktoriellen Erkrankungen können unter anderem auch Wechselwirkungen von Medikamenten, Rauchen oder Vorerkrankungen wie z.B. Diabetes sein.

Wenn nicht sorgfältig mit passenden therapeutischen Mitteln eingegriffen wird, kann sich daraus zunächst ein Zahnfleischrückgang mit freiliegenden Zahnhälsen, später sogar ein kompletter Zahnverlust entwickeln. Bei uns sind Sie in guten Händen, wenn eine Parodontitis vermieden oder fokussiert behandelt werden soll. All unsere Zahnärzte achten besonders auf Anzeichen für eine Parodontitis. Wird eine Therapie nötig, ergreifen wir alle für Sie individuell notwendigen Leistungen: von bakteriologischem Keimtest, Handkürrettage über Schallscaling und subgingivaler Anwendung von Perio-Pulver-Geräten bis hin zur Laser-unterstützten Therapie oder Schmelzmatrixprotein-Einsatz (Emdogain).

Durch gezieltes Vorbeugen kann diese Erkrankung vermieden werden !

Wurde eine Parodontitis erfolgreich behandelt, ist ständige Kontrolle und eine gezielte Nachsorge nötig, um ein Wiederauftreten zu verhindern. Unsere Empfehlung: Lassen Sie mindestens zweimal im Jahr eine Kontrolluntersuchung bei uns durchführen. Durch unser individuell abgestimmtes Vorsorgeprogramm können wir das Risiko von Erkrankungen wie Parodontitis um bis zu 90% reduzieren!

Da wir besonderen Augenmerk auf Verständnis dieser Erkankung legen, haben wir im Folgenden noch einmal wichtige Infos und Erklärungen rund um die Parodontitistherapie zusammengefasst:

Was ist Parodontitis 

Eine Parodontitis ist eine chronische, meist für den Patienten unbemerkt fortschreitende Entzündung des Zahnhalteapparates. Diese betrifft also das Zahnfleisch, den Knochen und den Faserverbund, welcher den Zahn im Knochenfach verankert. Durch die Ansammlung von Bakterien (in Plaques oder Zahnstein) am Übergang des Zahnes zum Zahnfleisch kommt es im ersten Schritt meist zu einer schmerzlos fortschreitenden Zahnfleischentzündung (Gingivitis). Überwachsen nun die krankmachenden Keime, wird auch der Faserverbund des Zahnhalteapparates angegriffen und gelockert, wodurch es zur Plaque- und Zahnsteinansammlung (Konkrement) unterhalb des Zahnfleischsaums kommt. Das menschliche Immunsystem bekämpft dieses Ungleichgewicht mit einer Entzündung, welche zu Zahnfleischbluten, Zahnfleischtaschen und im Weiteren zum Knochenabbau führt, wodurch der Verlust der betroffenen Zähne droht. Es kann zusätzlich Mundgeruch auftreten oder sich noch verstärken. Auch einige allgemeine Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus), Angewohnheiten (z.B. Rauchen), Medikamente oder Störungen des Immunsystems können die Entstehung einer Parodontitis fördern. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit Obst und Gemüse kann dem Krankheitsverlauf entgegenwirken 

Ziel der Behandlung ist es ein stabiles Gleichgewicht in der Mundflora mit einer Reduzierung der Zahnfleischtaschen und Entzündungsparameter zu schaffen. Denn ist der Verbund des Zahnhalteapparates einmal aufgelöst, bildet sich nach der Behandlung nur ein Ersatzverbund aus, welcher anfälliger für eine erneute Entzündung ist. Dementsprechend ist eine Parodontitis nicht heilbar, sie kann aber durch regelmäßige Kontrollen und gute Mitarbeit Ihrerseits in einem stabilen Zustand gehalten werden. 

Wie läuft eine Parodontitisbehandlung ab?

Grundsätzlich läuft die Behandlung unter Betäubung der betreffenden Zähne ab und kann sich auf mehrere Sitzungen erstrecken. Um eine genaue Aussage über den Grad des Knochenabbaus treffen zu können, müssen Röntgenbilder der Zähne oder eine Übersichtsröntgenaufnahme beider Kiefer angefertigt werden. Die genaue Terminplanung wird anhand des Schweregrades Ihrer Parodontitis nach der Zahnfleischtaschenmessung mit Ihnen besprochen. 

Vorbehandlung

Bevor mit der Parodontitisbehandlung begonnen werden kann, müssen im Rahmen der Kassenrichtlinien drei Vorbereitungstermine im Abstand von je 2 Wochen wahrgenommen werden. Bei den ersten beiden Terminen handelt es sich im Grunde um eine professionelle Zahnreinigung, bei welcher alle über und am Zahnfleisch befindlichen Beläge entfernt werden und Sie eine individuelle Mundhygieneinstruktion erhaltennur bei entsprechender Mundhygiene darf eine Parodontaltherapie bei der Krankenkasse beantragt werden. Dies geschieht beim dritten Termin: hier notieren wir die Tiefe Ihrer Zahnfleischtaschen sowie weitere Befunde wie Zahnfleischrückgang, Zahnlockerungen, Blutungsindices etc. Diesen Parodontalbefund schicken wir direkt an Ihre Krankenkasse. Sobald der Antrag genehmigt wurde, werden entsprechende Termine telefonisch vereinbart. 

Durchführung: Wie läuft die Behandlung ab? 

In der Regel wird die Behandlung auf zwei Sitzungen (mit maximal einem Tag Pause) von je einer Stunde aufgeteilt. 

Nach Betäubung der Zähne werden harte Zahnbeläge unterhalb des Zahnfleisches mit einem Ultraschallgerät und Handinstrumenten entfernt. Anschließend werden dann die weichen Zahnbeläge mit einem Pulverstrahlgerät beseitigt und dabei die Wurzelhaut wieder geglättet. Bei dem Pulver handelt es sie um Glycin, eine körpereigene Aminosäure, die vom Körper wieder abgebaut wird. Die Körnungsgröße passen wir individuell auf Ihren Fall an. Im Anschluss können blutstillende oder antibakterielle Spülmittel eingesetzt werden. Durch den erhöhten Entzündungszustand des Zahnhalteapparates wird es während und nach der Behandlung zu Blutungen aus den Zahnfleischtaschen kommen, das ist ganz normal und muss Sie nicht beunruhigen. Eventuell sind in schweren Fällen zusätzliche Behandlungsmaßnahmen wie ein Abstrich, eine Laser- oder Antibiotikatherapie zur Beseitigung der krankmachenden Keime notwendig. Der Einsatz von heilungsverbessernden Schmelzmatrixproteinen (Emdogain) kann optional das Heilungsverhalten des Parodonts deutlich verbessern. 

Worauf muss ich nach einer Parodontitis-Therapie achten?

Bitte verzichten Sie nach der Behandlung für mindestens drei Tage auf Rauchen, Alkohol und Koffein um die Wundheilung nicht zu stören und das Risiko für Nachblutungen zu verringern. Zusätzlich sollten sie in der ersten Woche keine scharfen oder sauren Speisen zu sich nehmen. Über eventuell übergangsweise reduzierte Interdentalpflege und Anwendung spezieller Mundspüllösungen wie CHX in der ersten Woche nach Behandlung werden Sie individuell informiert.  

Je nach Schweregrad Ihrer Parodontitis können nach der Behandlung Beschwerden auftreten, welche von leichter Nachblutung über Schmerz bis hin zu körperlichem Schwächegefühl reichen können. Natürlich verschreiben wir Ihnen bei Bedarf entsprechende Schmerzmittel oder können Sie gar krankschreiben. 

Nach etwa einer Woche kontrollieren wir, ob die Heilung des Zahnfleisches zeitgemäß ist und geben Ihnen auf Ihre Heilungsphase angepasste Mundhygieneinstruktionen.  

Eine regelmäßige zahnärztliche Nachkontrolle mit unterstützender Parodontaltherapie bei unseren Kolleginnen der Prophylaxe ist für Sie im ersten Jahr besonders wichtig, um eine Neuentstehung von Belägen und somit eine erneute Ansiedelung der Problemkeime zu verhindern. Wir legen daher ein auf Sie individuell abgestimmtes Recall fest, um durch saubere Zahnoberflächen dem Zahnfleisch eine langfristige Heilungschance zu geben. Im ersten Jahr bitten wir Sie in der Regel vierteljährlich zur unterstützenden professionellen Zahnreinigung und halbjährlich zur zahnärztlichen Nachkontrolle zu erscheinen, passen das Recall aber falls möglich schnellstmöglich an Ihre Bedürfnisse an. 

Gibt es Alternativen zur Parodontitistherapie?

Zu dieser Behandlung gibt es momentan keine sinnvollen Alternativmöglichkeiten. Von einer reinen Antibiotikatherapie abzuraten, da es die Erkrankung nur verschleiert und ein Antibiotikum die im Biofilm geschickt abgeschirmten Keime nicht erreichen kann.  

Im Falle des Unterlassens der vorgeschlagenen Behandlung, auch bei symptomlosen Krankheitsbildern, muss mit folgenden Konsequenzen gerechnet werden: 

Weiteres unbemerktes Fortschreiten der Erkrankung mit Knochenabbau, Abszessbildung und Zahnlockerung. Letztendlich droht der Verlust der betroffenen Zähne mitsamt umgebender Knochenstrukturen. Auch Implantate sind im entzündeten Knochen KEINE Option. 

Weiterhin sei explizit darauf hingewiesen, dass unbehandelte Parodontalerkrankungen wissenschaftlich nachgewiesen ein Risiko für die Allgemeingesundheit darstellen und zum Beispiel einen Diabetes mellitus negativ beeinflussen oder das Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle deutlich steigern. 

Gibt es Komplikationen bei einer Parodontitistherapie?

Wie bei jedem zahnärztlichen Eingriff sind bei der Parodontitisbehandlung Komplikationen möglich, die auch bei größter Sorgfalt auftreten können: 

  • Nachblutungen, Hämatome, Schwellungen und Wundschmerz 
  • Weichteilverletzungen durch Instrumente 
  • Lockern oder Beschädigen von vorhandenem, insuffizientem Zahnersatz oder Füllungen 
  • Keimverschleppung 
  • Gefühlsstörungen/-verlust im Bereich der Zunge oder Mundschleimhaut durch die Anästhesie 
  • Allergische Reaktionen auf die verwendeten Materialien 
  • Weichteilemphyseme in Folge der Anwendung des Wasserpulvergeräts 

Was ist Regenerative Zahnmedizin?

Unter Regeneration versteht man allgemein Prozesse, die eine Wiederherstellung  des natürlichen Zustandes beschreiben. In der Parodontaltherapie bedeutet dies, den Zahnhalteapparat wieder aufzubauen und die durch Entzündung entstandenen Schäden rückgängig zu machen.

Dabei muss patienten- und fallindividuell geplant werden, wie regenerative und mikrochirurgische Behandlungsmethoden mit möglichst geringem Aufwand und möglichst geringer Invasivität zum gewünschten Ergebnis führen können.

Durch eine Parodontitis wird das Zahnfleisch, der Knochen und angrenzendes Bindegewebe entzündlich geschädigt. Dadurch kommt es sowohl zum Verlust von Weich- als auch von Hartgewebe. Erstes Behandlungsziel ist es stets, den Abbau dieser Strukturen anzuhalten und zukünftig zu verhindern. Königsdisziplin der Parodontitistherapie ist es, verloren gegangenes Gewebe zu regenerieren.

Regenerative Zahnheilkunde bedeutet also eine gesteuerte Geweberegeneration und gesteuerte Knochenregeneration. In geeigneten Fällen und nach individueller Planung überlassen wir in der Zahnarztpraxis Haidhausen die Wundheilung eines parodontalen Defekts nicht nur dem körpereigenen, ungesteuerten Reparaturprozess, sondern greifen hier gezielt durch den Einsatz von Membranen, Schmelzmatrixproteinen, Schleimhauttransplantaten oder auch Knochenersatzmaterialien ein. So können die Regenerationsprozesse des Körpers nicht nur aktiviert sondern auch optimiert werden. Im Idealfall können so auch Knochendefekte wieder aufgefüllt oder freiliegende Zahnwurzelbereiche wieder abgedeckt werden (Rezessionsdeckung).

Alle genannten Verfahren sind hochkomplex und müssen genau geplant werden. Eine tadellose Mundhygiene, meist eine bereits erfolgreich abgeschlossene Parodontaltherapie und vor allem die Bereitschaft des Patienten für engmaschige Nachsorge- und Kontrolltermine sind eine Grundvoraussetzung für regenerative Maßnahmen.

Was kostet eine Parodontitistherapie? 

Für gesetzlich versicherte Patienten handelt es sich bei der Parodontitisbehandlung um eine Kassenleistung, allerdings müssen die Vor- und Nachbehandlungen vom Patienten selbst getragen werden. Für die zwei nötigen Vorbehandlungen belaufen sich die Kosten auf einmalig 120 Euro. Für die professionellen Zahnreinigungen (unterstützende Parodontaltherapie UPT) im Anschluss fallen Kosten von je 95 Euro an. Für eventuelle Zusatzmaßnahmen außerhalb der gesetzlichen Leistungen werden, falls nötig, individuelle Aufklärungen und Absprachen getroffen. 

Privatversicherte Patienten durchlaufen die identische Behandlung. Sollten Sie auf Grund spezieller Vertragsklauseln vorab einen Therapieplan wünschen, sprechen Sie uns an.  

 Wovon hängt der Langzeiterfolg einer Parodontitistherapie ab?

Der langfristige Erfolg der Behandlung hängt vor allem auch von Ihrer Mitarbeit ab. Bitte versuchen Sie, eine gute Mundhygiene mit zweimal täglichem Zähneputzen und täglicher Interdentalpflege (Zahnseide/Interdentalbürstchen) an den Tag zu legen.  

Bitte nehmen Sie Ihre Termine innerhalb der vorgeschlagenen Abstände wahr und halten Sie auch entsprechende Nachsorge-Termine nach Abschluss der Behandlung ein. 

Bei Nichteinhalten der Nachsorgetermine kann der Erfolg der Behandlung NICHT garantiert werden 

Zahnfüllungen, Inlays, Teilkronen, Kronen

Dass ein Stück Zahn rekonstruiert werden muss kann verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel Karies, Frakturen, Abrasionen, Fehlbildungen.

Je nach Ausmaß der Kavität oder des Defekts sind verschiedene Maßnahmen möglich und nötig, um den Zahn wieder aufzubauen und vor allem langfristig zu stabilisieren.

Welche verschiedenen Zahnfüllungen gibt es?

Generell unterscheidet man direkte und indirekte Restaurationen. Eine direkte Restauration stellt die klassische Füllung (früher ugs. „Plombe“) dar, welche für kleinere bis mittlere Reparaturen die Idealversorgung darstellen – der Zahn erhält so schnell seine Funktion wieder zurück. Indirekte Restaurationen werden vom Techniker / von der digitalen Fräse hergestellt und passgenau in den Defekt eingegliedert – diese sind für mittlere bis große Defekte indiziert und können den Zahn langfristig stabilisieren.

Wann legt der Zahnarzt eine Füllung?

Generell entscheidet der Zahnarzt vorab, ob der Zahn mit einer direkten Füllung rekonstruiert werden kann. Hierfür werden in der Regel auch Röntgenaufnahmen angefertigt.

Generell können Zähne beinah unabhängig von Form und Farbe mit einer hochästhetischen Füllung versorgt werden. Einsatzmöglichkeiten sind neben Kariesentfernung zum Beispiel auch Aufbau von abgeschlagenen Frontzahnkanten, generelle Formänderungen, Lückenschluss (bei Diasthema mediale) und vieles mehr.

Aus welchem Material besteht eine Zahnfüllung?

In der Zahnarztpraxis Haidhausen verwenden wir ideal aufeinander abgestimmte Kunststoffe und Klebesysteme von hoher Qualität. Nur durch klinisch langjährig bewährte Werkstoffe ist es möglich, langfristigen Halt und Stabilität sicherzustellen – schließlich soll eine Füllung lange zu Ihrer Gesundheit beitragen.

Durch diese hochgradig keramikgefüllten Komposite (organic modified composites = OMC) ist neben hoher Stabilität auch eine hervorragende Politur möglich, durch glatte Oberflächen also auch eine lange Lebensdauer und gute Hygienefähigkeit erzielbar.

Außerdem können Füllungen aus stabilen Materialien so klein wie möglich (minimalinvasive Präparationen) gehalten werden, ohne extra Platz für Retention im gesunden Zahn schaffen zu müssen.  Damit eine OMC-Füllung lange halten kann, ist allerdings ein hoher Aufwand und das strenge Einhalten vieler Einzelschritte nötig.

Wie wird eine Füllung vom Zahnarzt gelegt?

Ist z.B. eine Karies der Grund für die Füllung, wird zunächst der Zahn betäubt und eine passende Farbe für die Füllung ausgesucht. Anschließend stellt der Zahnarzt die Karies vorsichtig dar und legt eine minimalinvasive Kavität an. Die letzte Kariesschicht wird äußerst vorsichtig und langsam entfernt, sodass keine gesunde Zahnhartsubstanz geopfert wird. Sollte die Kavität näher am Nerv liegen, platzieren wir eine Unterfüllung aus Calciumhydroxid – diese wirkt beruhigend auf den Nerv und schirmt ihn von Einflüssen der Füllung ab. Ist die Kavität gesäubert, legen wir anatomisch ideal vorgefertigte Teilmatritzen an – diese fungieren als Baugerüst für die neue Füllung und stellen sicher, dass ein guter Zahnseidenkontakt (Approximalkontakt) entsteht. Dieser Kontakt ist immens wichtig, schließlich sollen sich nach der Füllung keine Essensreste verfangen und die neue Füllung hygienefähig sein.

Wir stellen sicher, dass das Arbeitsumfeld absolut trocken ist – durch Watterollen oder wenn nötig auch durch Einbringen einer Gummimembran (Kofferdam).

Anschließend machen wir den Schmelz klebefähig und applizieren den Kleber, das sogenannte Bonding. Das Loch wird mit plastischem Kompositkunststoff schrittweise aufgefüllt und mit einer exakt darauf abgestimmten UV-Polymerisationslampe ausgehärtet. Es folgen nur noch Überschussentfernung, Überprüfung der korrekten Bisshöhe und eine ausgiebige Politur.

Zahnfüllungen in der Zahnarztpraxis Haidhausen

Eigenschaften von Füllungen

  • Organisch modifiziertes Komposit, also „keramische Füllung“
  • individuelle an Ihre Zahnfarbe anpassbar
  • Hochwertige, adhäsive Befestigung (dentinadhäsiv mit selektiver Schmelzätzung)
  • Lange Haltbarkeit und Stabilität
  • Gute Polierbarkeit und Hygienefähigkeit
  • Arbeitsumfeld muss trockenlegbar sein

Indikationen Füllungen

  • Kleine bis mittlere Restaurationen aller Art bei stabilem Restzahn
  • sowohl im Front- als auch Seitenzahnbereich
  • Zahnkorrekturen kleinerer Ausmaße

Exkurs: Was sind Vor- und Nachteile einer Amalgamfüllung ?

Noch immer begegnen wir bei unseren Kontrollen vielen Amalgamfüllungen. Amalgam ist eine Metallmischung, welche in den Zahn gestopft wird und dort fest wird. Je nach Politur kann es eine schwarze bis silbrige Oberfläche haben. Für lange Zeit wurde Amalgam in den Medien als giftig verschrien, da es Quecksilber enthält. Quecksilber ist in reiner Form unumstritten giftig für den Mensch, allerdings wird der Einfluss von Amalgamfüllungen auf die Gesamtgesundheit in Studien kontrovers diskutiert. Quecksilber löst sich bei einer dichten, polierten Amalgamfüllung nicht mehr und kann so den Körper nicht negativ beeinflussen. Viele dieser Füllungen sind sehr langlebig und werden daher von uns möglichst belassen, wenn sie medizinisch alle Anforderungen erfüllen.

Daher ist unser Motto: gute, dichte Amalgamfüllungen werden belassen – vorausgesetzt die Stabilität des Zahns ist nicht gefährdet.

Für Amalgamfüllungen muss deutlich mehr vom Zahn weggeschliffen werden (Amalgam muss in unter-sich-gehende Bereiche gestopft werden können), was häufig zu klassischen Frakturen von Höckern oder ganzen Zahnwänden führt. Beim Legen und Heraustrennen solcher Füllungen besteht ein Risiko für Behandler aber auch Patient, entsprechende Quecksilberdämpfe aufzunehmen. In der Zahnarztpraxis Haidhausen entfernen wir Amalgam daher sehr vorsichtig und grobspanend und legen diese Art der Kassenfüllung nur auf expliziten Patientenwunsch oder z.B. bei Allergien auf Komposite.

Alternative Werkstoffe, welche Wirtschaftlichkeit von Amalgam mit dessen Langzeitstabilität kombinieren, sind bis heute nicht auf dem Markt erhältlich.

Was ist eine indirekte Restauration? Wann brauche ich ein Inlay?

Wäre eine Füllung zu groß oder der restliche Zahn nicht mehr stabil genug, besteht ein erhöhtes Frakturrisiko des Zahns. Da eine vertikale Fraktur häufig ein Grund für eine Zahnentfernung ist, raten wir in solchen Fällen zu einer indirekten Restauration – sie ist eine noch langlebigere Methode, den Zahn zu rekonstruieren.

Gerade in kaulasttragenden Bereichen kann ein Inlay, eine Teilkrone oder gar eine Krone nötig werden. Diese Arbeiten werden als indirekte Restaurationen bezeichnet, da sie nicht direkt im Mund anfertigt sondern im Labor präzise angefertigt werden. Großer Vorteil dieser Arbeiten ist vor allem die deutlich gesteigerte Langzeitstabilität – sie stellen in der Regel eine noch hochwertigere Alternative zur direkten Füllung dar.

Je nach Defektausdehnung und -form wird die Kavität idealisiert präpariert und anschließend abgeformt. Dies erfolgt klassisch per Abdruck oder rein digital per 3D-Scan.

Wird die Arbeit per CEREC angefertigt, ist sie nach etwa 30-120 Minuten (je nach Keramikart) fertiggestellt und kann oft noch am selben Tag fest eingesetzt werden. Wenn das Inlay von einem unserer Zahntechniker per Hand fertiggestellt wird, wird der Zahn vorübergehend mit einem Provisorium versorgt. Nach etwa einer Woche wird dann das fertige Inlay eingegliedert.

In Kürze finden Sie hier noch weitere Informationen zur Versorgung mit Inlays, Teilkronen, Kronen und Brücken!

Endodontie – Wurzelbehandlung

Als spezialisierte Behandler sind wir im Einsatz, wenn es schädlichen Keimen gelungen ist, in das empfindliche Zahninnere einzudringen. Das kann passieren, wenn eine Karies nicht behandelt wurde und tiefe Zerstörungen am Zahn entstanden sind; oder wenn der Zahn einen Schlag erhalten hat, so dass die Zahnsubstanz gebrochen ist. In jedem Fall lösen die eingedrungenen Bakterien im Bereich der Pulpa, also am sensiblen Zahnnervengewebe, und vor allem auch in den hohlen Zahnwurzelkanälen schädliche Entzündungen aus. Um ihn zu sanieren und den kranken Zahn auf lange Sicht zu erhalten, ist die gezielte Wurzelkanalbehandlung nötig. Hier arbeiten wir bei Bedarf unter dem OP-Mikroskop bei mehrfacher Vergrößerung, um beim Ausräumen der Keime, Präparieren der Zahnwurzelkanäle und Desinfizieren des Zahninneren kein Detail zu übersehen. Je präziser mit technischer Unterstützung vorgegangen wird, umso größer unsere Chancen auf den Erfolg der Therapie und das langfristige Überleben das betroffenen Zahns.

Da viele Patienten viel Angst und Respekt vor dieser Behandlung haben, sollten Sie stets wissen was überhaupt passiert. Im Folgenden erhalten Sie daher weiterführende Informationen rund um eine Wurzelkanalbehandlung:

Warum sind Wurzelkanalbehandlungen notwendig?

Ist der Nerv eines Zahnes über das Selbstheilungsmaß hinaus entzündet oder bereits abgestorben (Nekrose), darf er als Bakterienherd nicht im Körper verbleiben. Jedoch muss er durch moderne Behandlungsmöglichkeiten nicht zwingend entfernt werden. Als Erhaltungsversuch kann eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt werden.

Häufig äußert sich die Entzündung oder Nekrose des Zahns mit Schmerzen (Kälte- und Hitzeempfindlichkeit, Belastungsschmerz), sie kann aber auch unbemerkt ablaufen und als Zufallsbefund (z.B. Vitalitätstest oder Röntgenbild) diagnostiziert werden. Auch vorhandene, unzureichende Wurzelkanalfüllungen können eine Indikation sein, wenn ein weiterhin aktives Entzündungsgeschehen am Zahn erkennbar ist oder sich die alte Füllung als undicht oder zu kurz erweist. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen, diese im Rahmen einer Wurzelkanalrevision erneuern zu lassen.

Was ist das Ziel einer Wurzelbehandlung?

Ziel der Behandlung ist es, das entzündete oder abgestorbene Gewebe aus dem Wurzelkanalsystem zu entfernen, dieses antibakteriell zu reinigen, vollständig aufzubereiten und mit einer bakteriendichten und stabilen Füllung zu verschließen. Um den Zahn verbleibende Entzündungen können dann idealerweise von Ihrem Immunsystem bekämpft werden und vollständig ausheilen – der Zahn kann erhalten werden.

Grundsätzlich läuft die Behandlung mit Betäubung des betreffenden Zahns ab und kann sich auf mehrere Sitzungen erstrecken. Vor, während und nach Behandlung werden Röntgenaufnahmen angefertigt. Da der Ablauf der Behandlung stark von den anatomischen Gegebenheiten und der Phase des Entzündungsgeschehens abhängt, können wir keine konkreten Angaben zur Behandlungsdauer oder der Sitzungsanzahl machen. In der Regel handelt es sich um 2-3 Termine zu je einer Stunde. Nach der Behandlung kann es einige Tage dauern bis die vorhandenen Beschwerden vollständig abklingen.

Wie läuft eine Wurzelkanalbehandlung ab?

Initial wird nach Zugang zum Zahninneren das entzündete oder abgestorbene Nerv-Gewebe individuell mit Spüllösungen und Feilen entfernt. Um eine ideale Wurzelbehandlung sicherzustellen, messen wir die Länge der Kanäle elektrometrisch aus, aktivieren unsere Spüllösungen mit Ultraschall und arbeiten mit Vergrößerungshilfen wie Lupenbrille oder wenn nötig mit OP-Mikroskop.

Je nach Zustand des Nervs kann es notwendig werden, dass wir den Zahn mit einem Medikament versorgen und dieses 1-2 Wochen einwirken lassen. Sollte die Entzündung größeren Ausmaßes sein, kann dieser Therapieschritt mehrfach nötig werden.

In der abschließenden Sitzung wird das Kanalsystem getrocknet und entsprechend der individuellen Kanalanatomie mit einer passenden Technik abgefüllt. Der Zahn wird zur Kaufläche hin wieder mit einer dichten, stabilen Deckfüllung verschlossen.

Gibt es Alternativen zur Wurzelkanalbehandlung?

Bei der Wurzelkanalbehandlung handelt es sich meist um den letzten Versuch, den erkrankten Zahn zu erhalten. Als Alternativen kommen chirurgische Eingriffe wie eine Entfernung einzelner Wurzeln oder der Wurzelspitzen (Hemi-/Trisektion oder WSR) infrage, wobei auch hierbei eine vorangegangene Wurzelkanalbehandlung meist obligat ist.

Als letzte Alternative bleibt nur die Entfernung des Zahnes.

Im Falle des Unterlassens einer der vorgeschlagenen Behandlungen, auch bei symptomlosen Krankheitsbildern, muss mit folgenden Konsequenzen gerechnet werden:

Streuung der Entzündung des Zahnes in den Körper (z.B. Kieferhöhle oder Gefühlsnerv des Unterkiefers), Schmerzen, Schwellungen, Eiterbildung (Abszess), Verlust des Zahns mitsamt Nachbarstrukturen.

Gibt es Komplikationen bei einer Wurzelkanalbehandlung?

Wie bei jedem zahnärztlichen Eingriff sind bei der Wurzelkanalbehandlung Komplikationen möglich, die auch bei größter Sorgfalt auftreten können:

  • Schwellungen oder Beschwerden am betroffenen Zahn, die erst während der Behandlung, zwischen den Terminen oder auch längere Zeit nach Abschluss der Behandlung auftreten können
  • Verletzung oder Perforation der Wurzelkanäle durch Instrumente oder Stifte
  • Instrumentenbruch oder Fraktur des Zahnes
  • Sehr selten Verletzungen von Nerven im Unterkiefer u.a. durch die Leitungsanästhesie oder Spüllösungen
  • Eröffnung/Reizung der Kieferhöhle
  • Überfüllen des Wurzelkanales
  • Verfärbung des Zahnes
  • Spritzen- und Spülzwischenfall; Entstehung eines Emphysems
  • Allergische Reaktionen auf die verwendeten Materialien

Was muss ich nach einer Wurzelkanalbehandlung beachten?

Der langfristige Erfolg hängt nach gelungener Wurzelkanalbehandlung auch von einer bakteriendichten und mechanisch stabilen Versorgung ab. Deshalb empfehlen wir, einen wurzelkanalbehandelten  Zahn entsprechend seines Defektgrades mit einer Teil-oder Vollkrone versorgen zu lassen. Meist erfolgt dies nach einer Phase der Reaktionsdiagnostik innerhalb von 6 Monaten.

Implantologie

Was ist ein Implantat?

Als Zahnimplantat (kurz: Implantat) wird generell eine künstliche Zahnwurzel bezeichnet. Diese kann z.B. aus Titan oder Keramik bestehen und wird vom Zahnarzt in den Kiefer implantiert – also in den Knochen „verpflanzt“. Wenn das Implantat stabil in den Knochen eingeheilt ist, kann es im Anschluss mit einer Zahnkrone versorgt werden. Implantate haben sich in der Zahnheilkunde schon seit vielen Jahrzehnten bewährt und zählen mittlerweile zum Standardrepertoire vieler Zahnärzte. Die Literatur zeigt für Zahnimplantate extrem gute Werte für Haltbarkeit und Verträglichkeit, sie machen festsitzenden Zahnersatz auch in Fällen möglich, in welchen früher eine herausnehmbare Prothese die einzige Option gewesen wäre.

Wofür ist ein Implantat geeignet?

Die klassische Indikation für ein Implantat ist eine Einzelzahnlücke. Allerdings haben sich auch Brücken auf Implantaten bereits langjährig bewährt. Den Einsatzmöglichkeiten sind heutzutage kaum Grenzen gesetzt, so können auch große Lücken oder ganze Kiefer neu versorgt werden, auch der Halt von herausnehmbarem Zahnersatz (Prothesen) kann durch Implantate als Halteelement oder Pfeiler immens verbessert werden.

Wie lange hält ein Implantat?

Schon seit vielen Jahrzehnten werden Implantate und deren Haltbarkeit in diversen Studien untersucht, sodass schon sehr extrem verlässliche Daten bestehen. Im Vergleich zu allen vergleichbaren Behandlungen zeichnen sich Implantate durch eine besonders gute Haltbarkeit aus. Für eine solche Langlebigkeit von mehreren Jahrzehnten sollte ein Implantat jedoch besonders gut gepflegt werden – hierbei sei eine besonders gute Mundhygiene des Patienten aber auch ein engmaschiges Recall durch den Zahnarzt als besonders wichtig hervorzuheben!

Wer setzt das Implantat in der Zahnarztpraxis Haidhausen?

Generell kann jeder Zahnarzt nach seiner Approbation Implantate setzen. Da wir für Sie als Patient nur das beste Ergebnis anstreben, setzen wir aber nicht jedes Implantat selbst. Für kompliziertere Fälle arbeiten wir jedoch sehr eng mit unserem Kollegen Dr. Stefan Schubert, MSc. zusammen – er hat seine Oralchirurgie Haidhausen direkt bei uns im Haus ein Stock über der Zahnarztpraxis Haidhausen.
Mit Dr. med. dent. Stefan Schubert ( Fachzahnarzt für Oralchirurgie, Msc. Oral Implantology(BDO)) steht uns ein schon seit vielen Jahren ein vertrauensvoller Kollege zur Seite, welcher auch komplizierte Operationen, Narkose-OPs oder auch schwierige Extraktionen direkt unter einem Dach realisieren kann. Vorteile für Sie: kurze Wege, schnelle und intensive Absprache zwischen Ihren behandelnden Spezialisten und eingespielte Abläufe durch langjährige Zusammenarbeit. Regelmäßig tauschen wir uns praxisübergreifend über neueste wissenschaftliche Entwicklungen der einzelnen Fachdisziplinen aus.

Ist eine 3D-Röntgenaufnahme vorher sinnvoll?

Falls die anatomischen Strukturen nicht eindeutig beurteilbar sind oder eine möglichst detaillierte Diagnostik sinnvoll ist, empfehlen wir, vorab eine Digitale Volumentomographie (DVT) anzufertigen. Die Zahnärzte der Zahnarztpraxis Haidhausen haben sich alle im Bereich der Strahlenkunde weitergebildet und sind durch die jeweilige Fachkunde in der Lage, auch 3D-Röntgenaufnahmen auszuwerten.

Wie läuft eine Implantation ab?

Wichtigste Sitzung ist die generelle Planung, Untersuchung und Implantataufklärung. Mit entsprechender Bildgebung wie OPG oder DVT werden die anatomischen Strukturen analysiert und Abläufe genauestens erläutert. Auch wird hier besprochen, ob und in welchem Umfang ein Knochenaufbau (Augmentation) oder z.B. ein Sinuslift vor Implantation nötig wird. Diese hochindividuellen Behandlungen beeinflussen die Dauer und Abläufe der gesamten Behandlung immens, weshalb Sie hier besonders genau aufgeklärt werden.  Die eigentliche Implantation erfolgt dann in der Regel mit Lokalanästhesie – auf Wunsch aber auch in Narkose – und dauert nicht viel länger als Zahnbehandlungen, die Sie schon kennen. Im Regelfall heilt das Implantat unter dem Zahnfleisch gut geschützt ein. Patientenindividuell erfolgen Nachkontrollen und eventuelle Nähte werden innerhalb der ersten 7-14 Tage entfernt. Das Implantat sollte dann in der Regel mindestens 3 bis 6 Monate einheilen (Einheilphase), damit es stabil mit dem Knochen verwächst (Osseointregration). Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Implantat auch sofort belastet werden. Wenn das Implantat gut eingeheilt ist, kann es freigelegt werden. Die Suprakonstruktion kann dann im Anschluss erfolgen, dabei kann die Abformung des Implantats klassisch oder rein digital per Scan erfolgen.

Ist eine Implantation schlimm oder schmerzhaft?

Grundsätzlich erfolgt eine Implantation in der Zahnarztpraxis Haidhausen und Oralchirurgie Haidhausen mit Lokalanästhesie und ist eine schmerzfreie Behandlung. Auf Wunsch kann die Behandlung auch in Narkose erfolgen. Wundheilungsschmerz nach der Implantation kann auftreten, lässt sich aber in der Regel mit einfachen Schmerztabletten beherrschen. Die meisten unserer Patienten sind verwundert, wie simpel und schnell eine Implantation abläuft.

Wie wird ein Implantat mit seiner Krone versorgt?

Nachdem das eingeheilte Implantat auch freigelegt wurde, sitzt es reizfrei mit einer kleinen Einheilschraube (Healingabutment) im Zahnfleisch. Durch Ihre Zahnärzte der Zahnarztpraxis Haidhausen wird anschließend mit Hilfe des Innengewinde des Implantats (eine Verankerungsmöglichkeit „innerhalb der künstlichen Zahnwurzel“) eine neue Krone oder sonstige Arbeit stabil verankert.

Um dies zu realisieren, wird das Implantat mit einem Abformpfosten versorgt. Der exakte Halt und die Position des Pfostens werden erneut röntgenologisch überprüft. Mit einem individuellen Löffel wird die exakte Position und Lagebeziehung des/der Implantate abgeformt und das Healingabutment wieder eingeschraubt. Der Abdruck wird anschließend zum Zahntechniker gebracht, welcher auf einem Laboranalog des Implantats den entsprechenden Zahn, die Brücke oder größeren Zahnersatz anfertigt. In der Regel kann bereits nach etwa einer Woche der fertige Zahnersatz eingegliedert werden – hierbei wird das Healingabutment einfach gegen z.B. die fertige Krone ausgetauscht. Meist wird für diese Sitzungen keinerlei Betäubung benötigt!

Ob und vor allem wann das Implantat mit der Suprakonstruktion versorgt werden kann, variiert. Einflussfaktoren wie Knochenqualität, Implantatgröße, Primärstabilität und auch Belastung des Implantats spielen hierbei eine Rolle – die Wartezeit ist also für jeden Patienten und jedes Implantat individuell.

Wie verhalte ich mich nach einer Implantation?

Vor der Implantation werden Sie mit entsprechenden Regeln versorgt, um eine Schwellung und andere Komplikationen möglichst unwahrscheinlich zu machen. Auch nach der Behandlung werden wir Sie entsprechend begleiten und engmaschig kontrollieren, um einen möglichst idealen Heilungsprozess sicherzustellen.

Um langfristig die Haltbarkeit Ihres Implantats sicherzustellen, ist eine professionelle Nachsorge durch Fachkräfte unumgänglich. Gerade ein Implantat ist etwas anfälliger für Entzündung des umgebenden Zahnfleischs, weshalb eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung mit Entfernung aller harten und weichen Beläge am Besten mindestens zweimal pro Jahr stattfinden sollte. Wenn Sie zu einer Risikogruppe (Vorerkrankungen wie z.B. Diabetes, Rauchen, Parodontitisrisiko) gehören, kann auch ein Recall alle 3 Monate sinnvoll sein. Regelmäßige Inspektion durch den Zahnarzt, eventuell auch röntgenologische Kontrollen des Knochens um das Implantat, stellen überdies sicher, dass langfristig keine negativen Einflüsse auf das Implantat wirken und es gesund und fest im Knochen verankert bleibt. Schädliche Prozesse können bei ausreichender Nachsorge rechtzeitig erkannt und entsprechend gestoppt werden.

Aus welchem Material ist ein Zahnimplantat?

Da es nach der ersten Heilphase in der Literatur kaum Abstoßungsreaktionen und generell keine Allergien aufweist, bestehen die meisten Zahnimplantate aus Titan. Dieses Material hat sich bereits in fast allen anderen Körperregionen als entsprechendes Implantat bewährt. Auch mit Implantaten aus Keramik werden bereits seit vielen Jahren beste Erfolge erzielt.

Ist ein Implantat für mich geeignet?

Dies lässt sich pauschal nur sehr schwer beantworten, da eine Vielzahl an Faktoren beachtet werden muss. Neben der richtigen Mundhygiene, ausreichendem Knochen der richtigen Qualität sowie auch prothetischen Aspekten ist natürlich auch der allgemeine Gesundheitszustand von immenser Bedeutung. Vorerkrankungen wie z.B. ein uneingestellter Diabetes oder andere Stoffwechselerkrankungen, Chemotherapien, Nikotinabusus, Blutgerinnungsstörungen stellen nur einige Beispiele dar, welche zu besonderer Vorsicht bis Hin zum Ausschluss von Implantaten führen können. Auch kann mangelnde Mundhygiene oder einfach nur mangelnde Mitarbeit und Compliance des Patienten das Implantieren verhindern.
Ob bei Ihnen ein Implantat gesetzt werden kann, können unsere Zahnärzte verständlicherweise daher nur nach einer persönlichen Untersuchung und Planung entscheiden. Sollte es nötig werden, arbeiten wir natürlich gerne interdisziplinär mit Ihrem behandelnden Facharzt zusammen, schließlich sollte die Allgemeingesundheit immer an oberster Stelle stehen. Nur wenn keine Faktoren gegen eine Implantation sprechen, ist ein Implantat auch für Sie geeignet. Nur auf diese Weise können wir für die Zufriedenheit unserer Patienten und langfristig gute Ergebnisse garantieren.

Ist ein Implantat für mich geeignet?

Dies lässt sich pauschal nur sehr schwer beantworten, da eine Vielzahl an Faktoren beachtet werden muss. Neben der richtigen Mundhygiene, ausreichendem Knochen der richtigen Qualität sowie auch prothetischen Aspekten ist natürlich auch der allgemeine Gesundheitszustand von immenser Bedeutung. Vorerkrankungen wie z.B. ein uneingestellter Diabetes oder andere Stoffwechselerkrankungen, Chemotherapien, Nikotinabusus, Blutgerinnungsstörungen stellen nur einige Beispiele dar, welche zu besonderer Vorsicht bis Hin zum Ausschluss von Implantaten führen können. Auch kann mangelnde Mundhygiene oder einfach nur mangelnde Mitarbeit und Compliance des Patienten das Implantieren verhindern.
Ob bei Ihnen ein Implantat gesetzt werden kann, können unsere Zahnärzte verständlicherweise daher nur nach einer persönlichen Untersuchung und Planung entscheiden. Sollte es nötig werden, arbeiten wir natürlich gerne interdisziplinär mit Ihrem behandelnden Facharzt zusammen, schließlich sollte die Allgemeingesundheit immer an oberster Stelle stehen. Nur wenn keine Faktoren gegen eine Implantation sprechen, ist ein Implantat auch für Sie geeignet. Nur auf diese Weise können wir für die Zufriedenheit unserer Patienten und langfristig gute Ergebnisse garantieren.

Digitale Zahnheilkunde & Technische Highlights

Da die Digitalisierung des Lebens und der Arbeitswelt auf vollen Touren läuft, ist es für unsere Zahnarztpraxis selbstverständlich, diese Entwicklung nicht zu verpassen. Wir orientieren uns durchgehend am letzten Stand der Technik und nutzen digitale Methoden, wenn sich dadurch Vorteile für die Patienten und natürlich auch unsere Arbeitsabläufe ergeben. Die Möglichkeit unserer Abdrucknahme ohne Abdrucklöffel und Abdruckmasse mit dem digitalen Primescan 3D-Intraoralscanner ist dabei besonders innovativ – hat sich aber bereits als besonders genau und zuverlässig bewährt. Zu unseren weiteren digital gestützten Verfahren zählen das Erstellen von CEREC® Kronen und Inlays, der T-Scan für die Okklusionsanalyse,  elektronische Funktionanalyse mit Arcus Digma also das präzise Analysieren der Kraftverteilung im gesamten Gebiss und auch die Relation der Kiefer zueinander, und natürlich auch Digitale Röntgen.

Abdruckfreier digitaler CEREC® Zahnersatz der neuesten Generation

Zu den innovativen technischen Ausstattungen unserer Praxis gehört ein CEREC® System, mit dem wir ohne herkömmliche Abdrücke in einem sehr schnellen und kompakten digitalen Prozess CAD/CAM-Zahnersatz wie Kronen und Einlagefüllungen anfertigen können. Im Mund des Patienten wird der präparierte Zahn mit der Intraoralkamera aufgenommen. Die Bilddaten gehen über einen Computer an unseren Zahntechniker im praxiseigenen Labor. Er kann die erforderliche Zahnprothetik dann aus einem Block keramischen Materials herausfräsen und feinbearbeiten. Dann wird die Passprobe des Inlays, der Teilkrone oder der Vollkrone beim Patienten gemacht. Und schließlich kann der Zahnersatz nach dem Glätten und Polieren meist noch am selben Tag fest in das Gebiss eingegliedert werden.

T-Scan

Ein T-Scan ist ein digitales System zur frühzeitigen Erkennung von Störungen der Okklusion (Bissrelation der Zähne) und Artikulation (Bewegung der Kiefer zueinander). Dieses diagnostische und analytische Messsystem erlaubt ein zielgerichtetes und präzises Aufspüren und Beseitigen von Früh- und Störkontakten.

Beim T-Scan wird nicht nur die Lage von Zahnkontakten sondern auch deren Stärke und zeitliche Verteilung (während des Beißens und in Bewegung) registriert und visualisiert. Zum Einsatz kann der T-Scan bei Knirschproblematiken der natürlichen Zähne genauso kommen als auch bei Problemen nach umfangreichen Zahnrestaurationen. Vorteil des Scans (und anschließender Feinjustierung der Kontakte) ist ein harmonisches und entspanntes Kausystem. Folgeschäden durch Fehlbelastungen oder oft jahrelange Schienentherapien können so  vermieden werden. Auf den T-Scan greifen wir in der Zahnarztpraxis Haidhausen daher oft zurück, wenn Patienten mit Fremd-Zahnersatz unerklärliche Beschwerdebilder zeigen oder eine klassische Schienentherapie nicht ans Ziel führt.

Knirschen und/oder Pressen wird durch häufige Büro- und Computerarbeit immer mehr zur breiten Volkskrankheit, was zu diversen Folgeschäden führen kann (z.B. verfrühte Abnutzung von Zahnhartsubstanz, Zahn-/Füllungsfrakturen, Chipping von Keramik, Keilförmige Defekte an Zahnhälsen, Zahnwanderungen, Verspannungen im Bereich der Kau-, Nacken- und Schultermuskulatur, Kiefergelenksprobleme). Nicht immer liegt jedoch der allgemeine Stress oder falsche Körperhaltungen als Auslöser vor. Auch Störungen der Okklusion oder Artikulation sollten stets überprüft werden und falls möglich nicht nur symptomatisch (durch Schienen) sondern ursächlich (durch Entfernung der Störeinflüsse) behandelt werden.

Die aus dem Scan resultierende Behandlungsempfehlung und Therapie kann von der Beseitigung weniger Früh-/Störkontakte bis hin zur Notwendigkeit einer kompletten Bissrekonstruktion unter Einhaltung der idealen Okklusion und Artikulation reichen und dient zunächst als Analyse der bestehenden Funktion.

PACT – Laser / Photodynamische Therapie

Die Photodynamische Therapie steht allgemein für eine lichtinduzierte Inaktivierung von Zellen, Mikroorganismen und Keimen. Mit diesem Verfahren können in der Zahnarztpraxis Haidhausen mittels Laser minimalinvasiv und schonend Biofilme auf oralen Geweben (zum Beispiel auf Zahnoberflächen, in Zahnfleischtaschen, auf Wundflächen oder Implantatoberflächen) bekämpft werden. Hierbei wird ein Photosensitizer (Farbstoff) auf die bakteriell besiedelten Strukturen appliziert und kann für einige Zeit einwirken. Anschließend wird mit einem auf den Farbstoff abgestimmten Laser belichtet, wodurch die Moleküle des Photosensitizers in einen angeregten Zustand gebracht werden und hochreaktiver Sauerstoff entsteht. Durch Oxidation werden dann vom Farbstoff infiltrierte Bakterienbestandteile wie Zellwände und -membranen, Proteine, Lipide, Nukleinsäuren zerstört. Umliegendes, gesundes Gewebe und der restliche Körper wird dabei geschont. Eine PACT-Anwendung (photodynamische Therapie) kann, wenn es sinnvoll ist, auch mehrfach wiederholt werden.

Arcus Digma – Vollelektronische instrumentelle Funktionsanalyse

Durch den Einsatz des Arcus Digma II des deutschen Herstellers Kavo stellen wir bei größeren prothetischen Arbeiten sicher, dass die eingesetzte Arbeit möglichst Ideal zu Ihren Bissgewohnheiten passt. Vor allem die Funktionalität des neuen Zahnersatzes wird hierdurch immens gesteigert und vor allem lästiges Einschleifen der neuen Restauration deutlich minimiert.
Durch die Aufzeichnung von Unterkieferbewegungen mit Hilfe eines hochmodernen Ultraschallsensors können wir die relative Lage der Kiefer zueinander nicht nur in Ruhe, sondern auch in Bewegung aufzeichnen. Dieses Verhältnis zueinander überträgt der Techniker in seinen Artikulator – und kann so extrem exakt Gelenkbahnneigung der Kiefergelenke und Bewegungsumfang des Unterkiefers nachahmen. Natürlich profitiert davon der danach angefertigte Zahnersatz immens. So können wir auch größere Arbeiten fertigen, ohne die Bisslage unbewusst zu verändern – das Risiko für ungewollte Dekompensierung von versteckten CMD-Problemen kann so minimiert werden.

CMD und Schienentherapie

Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Zähneknirschen kann man schon fast als Volkskrankheiten bezeichnen. Die Ursachen sind vielfältig und oft miteinander verbunden. Kieferorthopädische Behandlungen, einfache restaurative Eingriffe wie z.B. Zahnfüllungen, Kronen oder Brücken können die Relation der Zähne zueinander beeinflussen. Dies, die Okklusion, spielt daher eine wichtige Rolle in unserem Kausystem. Ist die Okklusion durch solche Eingriffe verändert, hat man als Patient manchmal das Gefühl, dass die Zähne nicht mehr richtig zueinander passen. Unser Kausystem erkennt solche Okklusionsstörungen sofort und versucht diese entsprechend zu kompensieren – so werden Störungen im Kausystem allerdings oftmals verschleiert. Langfristig kann es zu leichten Verschiebungen im Kiefergelenk oder zu einseitigen Schonhaltungen sowie zur Überbelastung beteiligter Strukturen führen. Dieses Krankheitsbild bezeichnet man als CMD Syndrom (Cranio Mandibuläre Dysfunktion).

Individuell für den einzelnen Patienten maßgefertigte Zahnschienen lassen sich für verschiedene therapeutische Ziele einplanen. Zum Beispiel kann die präzise passende Schiene im Mund dafür sorgen, dass ständiges Schnarchen während der Nachtruhe vermieden wird. Mit einer sogenannten Knirscherschiene ist es außerdem möglich, dafür zu sorgen, dass das überstarke Zusammenbeißen, Zusammenpressen und Malmen mit den Kiefern beim Schlafen unterbleibt.

Generell unterscheiden wir verschiedene Arten von Zahnschienen. So können für etwas einfachere Indikationen wie Knirschen und Pressen, Bruxismus oder muskuläre Verspannung oftmals einfache Schienen zielführend sein. Hierzu gehören unter anderem Knirschschienen, Entspannungsschienen, Desorientierungsschienen. Für diese Art der Schienen wird in der Regel nur ein einfacher Abdruck eines Kiefers benötigt und unsere Techniker fertigen eine passende Schiene an – diese wird dann von unseren Fachkräften entsprechend der gewünschten Zielsetzung im Mund adjustiert.

Wenn schwerere CMD-Symptome oder Kiefergelenksprobleme im Vordergrund stehen, muss in der Regel ein etwas größerer Aufwand betrieben werden. Meist erfolgt eine Vorbehandlung mit einer oben genannten Schiene. Im Anschluss bestimmen Ihre Zahnärzte der Zahnarztpraxis Haidhausen eine für das Kiefergelenk ideal passende Bisslage – und zwar unabhängig von der Stellung der Zähne. Hierfür arbeiten wir in der Regel mit einem Wasserkissen (z.B. Aqualizer).

Der Aqualizer ist eine sofort einsetzbare Schiene bei CMD Beschwerden. Als akute Soforthilfe bei Spannungskopfschmerzen ist der Aqualizer für fast alle Patienten geeignet. Die Anwendung ist sehr einfach und effektiv in der Wirkung. Muskuläre Verspannungen, die durch Pressen oder Knirschen mit den Zähnen ausgelöst werden, können mit einem Aqualizer schnell entspannt werden. Die nach dem hydrostatischen Prinzip aufgebaute Schnell-Schiene passt sich automatisch an die physiologischen Gegebenheiten des Patienten an.

Durch die Bissnahme mit Hilfe des Aqualizers (der Biss wird verschlüsselt, während der Aqualizer noch im Mund ist) können wir auch vom Techniker Schienen, welche in dieser idealisierten Position adjustiert werden, anfertigen lassen. So kann den Ursachen von CMD-Symptomen oder der Kiefergelenksschmerzen entgegen gewirkt werden. Natürlich wird bei einer solchen adjustierten Schiene neben der Bissnahme ein Abdruck/Scan des Ober- und Unterkiefers nötig. Auch eine Gesichtsbogenübertragung, welche die Position des Oberkiefers überträgt, ist dringend notwendig.

Schnarchschienen

Wie kann eine Schiene bei Problemen wie lautem oder starken Schnarchen helfen? Oftmals ist das Schnarchen durch ein Zurückfallen des Unterkiefers bedingt. Hierdurch werden die Atemwege verengt und das für so viele Patienten ärgerliche Schnarchgeräusch entsteht beim Atmen. Auch Auswirkungen auf den Alltag (Müdigkeit, Niedergeschlagenheit) können durch die oftmals hiermit verbundene schlechtere Sauerstoffversorgung während des Schlafs resultieren. Durch den Einsatz passgenauer Protrusionsschienen kann das Zurückfallen („Retrusion“) während der Nacht verhindert werden und Schnarchen effektiv bekämpft werden. Die Schienen lassen sich im Nachgang durch feine Gelenke auch weiter anpassen, um Ihnen trotz allem eine angenehme Nachtruhe zu ermöglichen.
Generell ist ein Konsil und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) sehr sinnvoll, um alternative Gründe für das Schnarchen vorab auszuschließen.

Aligner-Therapie bei Zahnfehlstellungen

Der aus dem Englischen stammende Begriff Aligner steht für eine in den letzten Jahren auch in Deutschland immer gefragtere Variante der kieferorthopädischen Behandlung. Dafür müssen Sie mit Ihrem Kind oder auch für Ihre eigene KFO-Therapie als erwachsener Patient nicht zum Kieferorthopäden gehen. Wir bieten Ihnen solche Behandlungswege ebenfalls aus einer Hand. Mit Alignern lassen sich fehlstehende, ungünstig gelagerte und unattraktiv sitzende Zähne sehr gut korrigieren. Dafür fertigt der Zahntechniker nach digitalem Abdruck genau passende Korrekturschienen an, die Sie jeweils für bestimmte Zeit in genau festgelegter Reihenfolge tragen müssen. Auf diese Weise wirken therapeutisch gewünschte Kräfte auf Ihr Gebiss ein, die Zahnfehlstellungen sanft ausgleichen und die Ästhetik des Gebisses harmonisieren. Sprechen Sie uns gerne auf dieses Thema an. Wir beraten Sie ausführlich auf Basis Ihres Zahnbefundes – sind uns aber bewusst, dass diese Behandlung oft eine Wunschleistung darstellt, weshalb wir Sie oftmals nicht aus Eigeninitiative empfehlen.

Sport Performance-Zahnschiene

Da in der Zahnarztpraxis auch zertifizierte Sportzahnärzte arbeiten, können wir Ihnen auch beim Training und Wettkampf mit einer Schiene weiterhelfen.Hierfür arbeiten wir mit den Spezialisten der Universität Tübingen rund um Prof. Hahn zusammen.

Auf den ersten Blick scheint es schwer verständlich wie eine Zahnschiene Trainingseffekte verbessern und die sportliche Wettkampf-Performance steigern soll. Beim genauen Hinsehen weiß man jedoch schon lange, dass wir unter besonderer Anstrengung die Zähne zusammenpressen und knirschen. Schmerzhafte Kaumuskelverspannungen, Kopfschmerzen oder Kiefergelenksprobleme können die Folge sein, nicht selten verbunden mit Beckenschiefstand, Rücken- oder HWS Beschwerden.

Die Wissenschaft offenbart immer detailliertere Zusammenhänge, zwischen dem emotionsüberlagerten Kausystem und der Gesamtkonstitution, insbesondere der kognitiven Aktivität und dem muskulären Bewegungsapparat. So können wir mit gezieltem Ansprechen von hochsensiblen Tastrezeptoren im Kausystem auf die sportliche Leistungsfähigkeit Einfluss nehmen. Ähnliche Erfolge können in der Prävention und Therapie von orthopädischen Erkrankungen bzw. Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises erzielt werden. Auch die orthopädische Rehabilitation wird begünstigt und die Wiederherstellung der kardiovaskulären Fitness wird unterstützt.

Die Sport Performance Schiene ist eine sehr grazile, transluzente Hart-Kunststoffschiene, die zumeist im Unterkiefer (beinahe unsichtbar) beim Training, während der Entspannungsphasen oder im Wettkampf getragen wird.

Die Materialbeschaffenheit als auch die Form der Schiene bestimmen die Wirkung vom Muskelaufbau, Relaxation, bis hin zum Abruf maximaler Performance im Wettkampf. Bei höchsten Anforderungen werden nicht selten 2 verschiedene Schienen getragen einmal während des Training und zum anderen im Zuge des Wettkampfes, die vorteilhaft mit dem Trainingsfortschritt angepasst werden.

Wie wirkt die Performance-Schiene?

  • Signifikante Optimierung der Bewegungskoordination
  • Steigerung der muskulären Gesamtperformance (Kraft und Ausdauer) durch absteigende reflektorische Stimulation der Kau- und Kiefermuskulatur sowie Hals- und Rückenmuskulatur etc.
  • Verbesserung der Symmetrie beim Laufmuster (Laufsportarten)
  • Verkürzung der Reaktionszeiten durch Steigerung der neuronalen Aktivität
  • Verbesserte Sauerstoffzufuhr
  • Senkung des Cortisolspiegels, wirkt damit Stress und Ermüdung entgegen

 

High Performance Sport-Zahnschienen (SPT-Schienen) machen den Unterschied: Sportler, die während dem Training oder im Wettkampf eine spezielle Aufbisschiene tragen, leisten mehr. Beim Biss auf die SPT-Schiene werden gezielt hochempfindliche Nervenpunkte des Kauapparates angeregt. Sie stimulieren unmittelbar Kopf-,Hals- und Rückenmuskulatur und wirken sich dadurch auch positiv anregend auf das restliche Skelett-Muskel-System sowie die neuronale Gesamtaktivität aus. Infolge verbessert sich die Koordination des Bewegungsapparates. Die Bewegungen sind präziser, symmetrischer und leichter/schneller wiederholbar. Das Ergebnis: Der Athlet steigert seine eigene Leistungsfähigkeit.
Original SPT Sportzahnschienen müssen individuell angepasst und gefertigt werden. Jede Menge Erfahrung, viel Fingerspitzengefühl,
ein Blick fürs Detail – und natürlich hochmoderne Zahntechniken mit CAD, CAM und 3D-Druck-Verfahren kommen dabei zum Einsatz.

 

Bei welchen Sportarten macht der Einsatz der Schiene Sinn?

  • alle Lauf- und Ballsportarten
  • Golf
  • Leichtathletik
  • Wintersport
  • Tennis
  • Hockey / Eishockey
  • Reitsport
  • Klettern / Freeclimbing / Akrobatik
  • Renn- / Radsport
  • Rudern

Behandlung von Angstpatienten

 

Als zahnärztlicher Angstpatient oder auch wenn Sie gegen Berührungen an Gesicht und Mund besonders sensibel sind, können Sie sich vertrauensvoll und beruhigt an uns wenden. Denn seit vielen Jahren sind wir in der Zahnarztpraxis Haidhausen auf besonders sanfte, einfühlsame und umsichtige Behandlungswege spezialisiert. Damit von Anfang an kein Gefühl der Angst, des Ausgeliefertseins oder der mangelnden Kontrolle entsteht, erklären wir Ihnen jeden einzelnen Therapieschritt ganz genau, Sie wissen immer, was wir tun und wie es in Ihrer persönlichen Zahnbehandlung weitergeht. Wir können bei Zahnterminen auch jederzeit Pausen machen. Und dazu kommt natürlich vor allem auch, dass wir mit modernsten, sehr genau dosierbaren Methoden der Betäubung arbeiten.

Ästhetische Zahnheilkunde

Egal ob Sie Zahnersatz benötigen, der auf präparierten echten Zähnen verankert wird oder ob Sie eine passende prothetische Lösung brauchen, um sorgfältig eingesetzte und gut eingewachsene Zahnimplantate wieder zu kompletten Zähnen aufzubauen. In der Zahnarztpraxis Haidhausen sind wir in allen Sparten und Teilgebieten der Zahnprothetik bestens aufgestellt. Im praxiseigenen Labor als auch in unseren zahntechnischen Partner-Laboren sind exzellente Fachkräfte tätig, die unterschiedlichste prothetische Versorgungen maßgeschneidert anfertigen. Hier gelten höchste Maßstäbe nicht nur beim Material, der Passform und Funktion, sondern auch in allen Fragen der Ästhetik. Als Zahnmaterial erster Güte hat sich in der Ästhetischen Zahnheilkunde Vollkeramik bestens bewährt, weil sie natürlichem Zahnschmelz extrem ähnlich sieht. Unter Berücksichtigung der Funktion und der Stabilität können wir daraus  Inlays, Kronen, Zahnbrücken und Veneers herstellen, die das Gebiss der Patienten veredeln und für ein wunderschönes Lächeln sorgen. Aber auch, wenn Sie Teilprothesen, Totalprothesen oder anderweitige individuell geplante Prothetik benötigen, sind Sie in der Zahnarztpraxis Haidhausen richtig aufgehoben.

 

Zahnbleaching

Mit dunkel gewordenen, verfärbten oder fleckigen und farblich stumpf aussehenden Zähnen  muss sich heutzutage kein Patient mehr abfinden. Das moderne Verfahren der Zahnaufhellung gibt uns die Möglichkeit, Ihr Zahnweiß um mehrere Nuancen aufzuhellen und damit Ihr Lächeln noch schöner und ungezwungener zu machen. Oft wird die Methode auch als Bleaching bezeichnet. Dabei haben Sie als Patient ganz grundsätzlich die Wahl, ob wir Ihnen alles Nötige nach Hause mitgeben und Sie Ihre Zähne dort selber verschönern – oder ob wir bei Ihnen ein In-Office-Bleaching als professionelles Angebot unserer Praxis ausführen.

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